FTV003 Vernetztes System mit Visualisierungssoftware / OPC und untergeordneten Tableaus bis 110 Türen

Funktionalität

Vernetzung über Bussystem
Die Vernetzung der Komponenten erfolgt über einen systemeigenen 2-Draht-Bus. Dieser kann als Stern-, Strang- oder Baumstruktur ausgeführt werden. Die maximale Leitungslänge des Busses beträgt 1.000 m. Zur Überbrückung größerer Strecken stehen Repeater zu Verfügung. Diese dienen gleichzeitig zur Entkopplung verschiedener organisatorischer Teilbereiche, d.h. wenn in einem der Teilbereiche eine Busstörung oder ein Kurzschluss auftritt, sind die anderen Teilbereiche davon nicht betroffen und die Funktion des Bus Systems bleibt erhalten.
Mit der Visualisierungssoftware WebFT lassen sich bis zu 110 Türen verwalten. Der Buscontroller dient hierbei als zentrale Schnittstelle zu angrenzenden Gewerken sowie zur Anbindung an den PC.

Visualisierung und Steuerung über Software WebFT

Die Visualisierungssoftware dient als zentrale, bereichsübergreifende Bedienstelle für alle Türen.
In diesem Zusammenhang stehen 2 Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Darstellung in Form einer Grundrissansicht. Dabei werden Gebäudegrundrisse in die Softwareoberfläche integriert. Der Zustand der einzelnen Türen („verriegelt“, „entriegelt“, „kurzzeitentriegelt“ und „Alarm“) wird mit Hilfe von farbigen Schaltflächen (rot, grün, gelb) türbezogen angezeigt.
  2. Darstellung in Form einer Tabellenansicht. Hier werden die einzelnen Schaltflächen tabellarisch (ohne Grundriss) auf der Softwareoberfläche organisiert. Die Anzeige der Türzustände erfolgt ebenfalls über farbige Schaltflächen.

Bei beiden Varianten wird der Türzustand zusätzlich in Klartext angezeigt und der Alarmfall über die PC-Lautsprecher signalisiert.
Je Tür lassen sich die Funktionen „Verriegeln“, „Entriegeln“ und „Kurzzeitentriegeln“ steuern. Die Bedienung erfolgt intuitiv über virtuelle Bedienelemente, die den realen Geräten vor Ort nachempfunden sind. Dabei werden alle Aktionen in einem Protokollfenster dokumentiert.
Über eine Benutzerverwaltung kann die Möglichkeit zur Steuerung deaktiviert werden.
Zur Erweiterung des Systems lassen sich zusätzliche Bedienplätze zur parallelen Anzeige/Steuerung einrichten.

Anzeigen und Steuerung über Tableau
Die Tableaus dienen als Bedienstelle der untergeordneten Bereiche. Über 3 LEDs (rot, grün, gelb) werden türbezogen die Zustände „verriegelt“, „entriegelt“, „kurzzeitentriegelt“ und „Alarm“ angezeigt.
Der Alarmfall wird zusätzlich über einen integrierten Summer signalisiert.
Je Tür lassen sich die Funktionen „Verriegeln“, „Entriegeln“ und „Kurzzeitentriegeln“ steuern. Dazu stehen jeweils 2 Bedientaster zu Verfügung. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, alle Türen über eine zentrale Taste gemeinsam zu ver- bzw. entriegeln. Alle genannten Bedienmöglichkeiten lassen sich über den integrierten Schlüsselschalter sperren. Alternativ kann die Sperrung auch über einen externen Schlüsselschalter mit Profilzylinder oder einen externen Kartenleser erfolgen. Über die optionale Nottaste werden alle Türen des Tableaus notentriegelt.

Datenaustausch über OPC Server
Über die OPC Server Software werden alle Systemzustände (Türzustände, Alarme) als OPC Datenpunkt zur Verfügung gestellt und können somit zentral an Gebäudeleitsysteme mit OPC Standard übergeben werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Steuerbefehle (Ver-/Entriegeln usw.) von übergeordneten Systemen zu empfangen.

Zentrale Ein- und Ausgänge
Zur Anbindung an angrenzende Gewerke stehen Eingänge wie z.B. Notentriegelung durch Brandmeldeanlage, Verriegelung durch Einbruchmeldeanlage sowie Entriegelung durch Zeitschaltuhr zu Verfügung. Diese wirken jeweils auf alle Türen, die am Bussystem angebunden sind. Zudem können die Türen im Untergruppen zusammengefasst und über je einen separaten Eingang gesteuert werden. Somit lassen sich die Türen verschiedenen Brandabschnitten (BMA) oder Überwachungsbereichen (EMA) zuordnen. Zusätzlich sind Relaisausgänge zur Weitermeldung von Systemzuständen wie z.B. Alarm und Störung vorhanden.

Zentrale Systemkonfiguration
Über die im Buscontroller integrierte web-basierende Konfigurationssoftware (FT Manager) lässt sich das gesamte System zentral und komfortabel am PC konfigurieren sowie Systemdaten sichern oder importieren.

Realisierung von Schleusenabhängigkeiten

Mit Hilfe des Buscontrollers und der Konfigurationssoftware „FT Manager“ lassen sich zwischen den einzelnen Türen Schleusenabhängigkeiten einrichten. Dazu werden die entsprechenden Türen verschiedenen Schleusengruppen zugeordnet. Sobald eine Tür begangen wird, werden die übrigen Türen der Schleusengruppe gesperrt. Im Notfall besteht die Möglichkeit, eine gesperrte Tür über die Nottaste freizuschalten.