FTT005 Fluchttürsicherung mit elektrischem Panikschloss (Motorschloss) und berechtigter Begehung über Zutrittskontrollsystem

Funktion

Einbruchschutz und Panikfunktion
Das Motorschloss bietet Einbruchschutz sowie kontrollierten Zugang von außen. Dazu werden der Riegel und die Falle motorisch eingezogen bzw. freigegeben. In Fluchtrichtung kann die Tür über die Panikfunktion des Schlosses jederzeit geöffnet werden. Beim Schließen der Tür wird der Riegel automatisch wieder ausgeschlossen (Selbstverriegelung).

Sicherung in Fluchtrichtung
Zur Sicherung der Tür in Fluchtrichtung wird diese zusätzlich über ein elektrisches Verriegelungselement (Fluchttüröffner oder Flächenhaftmagnet) zugehalten. Die Spannungsversorgung und Steuerung des Verriegelungselementes erfolgen über das Fluchttürsteuerterminal in Verbindung mit einem externen Netzteil. Über die Nottaste kann die Tür jederzeit freigeschalten werden. Dabei wird Alarm ausgelöst und optisch und akustisch angezeigt. Nach Ablauf der Alarmzeit ertönt ein Orientierungssignal, um den Notausgang z.B. auch bei starker Rauchentwicklung leichter zu finden.

Berechtigte Begehung über integriertes Zutrittskontrollsystem
Zur berechtigten Begehung der Tür wird innen und außen ein elektrisches Zutrittskontrollsystem (Kartenleser, Zahlencode o.ä.) installiert. Dabei kann das ZK-System an Stelle des Schlüsselschalters in das Fluchttürsteuerterminal integriert werden und es übernimmt die Funktionen Kurzzeitfreigabe, Dauerfreigabe, Wiederverriegeln und Alarmrücksetzung. Bei einer berechtigten Begehung (Kurzzeitfreigabe) der Tür entgegen der Fluchrichtung sowie bei Dauerfreigabe wird die Fluchttürsicherung freigegeben und das Motorschloss elektrisch entriegelt. Ansteuerung und Spannungsversorgung des Schlosses erfolgen hier über die Fluchttürsteuerung bzw. über ein externes Netzteil. Bei Ausfall des Zutrittskontrollsystems erfolgen die berechtigte Begehung, Dauerfreigabe/Wiederverriegelung und Alarmquittierung über den Profilzylinder bzw. den integrierten Zylinderkontakt des Schlosses.

Überwachung der Türoffenzeit
Während der Kurzzeitfreigabe erfolgt eine Überwachung der Türoffenzeit. Nach deren Ablauf ertönt ein Erinnerungssignal (sogenannter Voralarm). Wird dieses ignoriert, kommt es zum Türalarm, der bis zur Alarmrücksetzung bestehen bleibt. Dabei sind die Zeitfenster für Kurzzeitfreigabe, Voralarm und Türalarm individuell einstellbar. Wird die Tür vor Ablauf der Freigabezeit geschlossen, erfolgt die automatische Wiederverriegelung bzw. Sicherung der Tür.

Kopplung mit Brandmeldeanlage oder Einbruchmeldeanlage
Zur Anbindung einer Brandmeldeanlage (BMA)/Einbruchmeldeanlage (EMA) stehen je nach Lösungsvariante ein oder mehrere Eingänge zu Verfügung.
Bei Auslösung der BMA wird die Fluchttürsicherung entriegelt und gleichzeitig ein Alarm ausgelöst. Durch Rücksetzen der BMA wird der Alarm automatisch quittiert und die Tür wieder verriegelt.
Bei Scharfschaltung der EMA wird die Fluchttürsicherung verriegelt und alle örtlichen Freigabemöglichkeiten (z.B. über Schlüsselschalter o.ä.) deaktiviert. Die Funktion der Nottaste bleibt jedoch zu jeder Zeit aktiv. Zudem besteht die Möglichkeit, den Systemzustand „Ver/Entriegelt“ der Fluchttürsicherung über einen Relaisausgang weiterzumelden.