FTT002 Fluchttürsicherung mit elektrisch überwachtem Panikschloss (PZ-Kontakt) und berechtigter Begehung über Schlüssel

Funktion

Einbruchschutz und Panikfunktion
Das mechanische Panikschloss bietet Einbruchschutz sowie kontrollierten Zugang von außen. Über den Profilzylinder des Schlosses können Falle und Riegel zu-rückgezogen werden (so genannte Wechselfunktion). In Fluchtrichtung kann die Tür über die Panikfunktion des Schlosses jederzeit geöffnet werden. Beim Schließen der Tür wird der Riegel automatisch wieder ausgeschlossen (Selbstverriegelung). Durch Einsatz eines Kabelüberganges mit Klemm/Steck-Technik kann die Tür beispielsweise zur Wartung komplett ausgehängt werden.

Sicherung in Fluchtrichtung
Zur Sicherung der Tür in Fluchtrichtung wird diese zusätzlich über ein elektrisches Verriegelungselement (Fluchttüröffner oder Flächenhaftmagnet) zugehalten. Die Spannungsversorgung und Steuerung des Verriegelungselements erfolgen über das Fluchttürsteuer-terminal. Über die Nottaste kann die Tür jederzeit freigeschalten werden. Dabei wird Alarm ausgelöst und optisch und akustisch angezeigt. Nach Ablauf der Alarmzeit ertönt ein Orientierungssignal, um den Notausgang z.B. auch bei starker Rauchentwicklung leichter zu finden. Der Alarm wird über den Schlüsselschalter des Türterminals quittiert.

Berechtigte Begehung über Schlüssel
Die berechtigte Begehung der gesicherten Tür in Fluchtrichtung erfolgt durch einen Schlüssel über den integrierten Schlüsselschalter des Fluchttürsteuerterminals. Auf gleiche Weise lassen sich auch Dauerfreigabe, Wiederverriegelung und Alarmquittierung durchführen. Bei einer Begehung entgegen der Fluchtrichtung wird über den Profilzylinder des Schlosses das Schloss entriegelt (so genannte Wechselfunktion). Gleichzeitig erfolgt eine Kurzzeitfreigabe der Fluchttürsicherung über den integrierten Zylinderkontakt.

Überwachung der Türoffenzeit
Während der Kurzzeitfreigabe erfolgt eine Überwachung der Türoffenzeit. Nach deren Ablauf ertönt ein Erinnerungssignal (sogenannten Voralarm). Wird dieses ignoriert kommt es zum Türalarm, der bis zur Alarmrücksetzung bestehen bleibt. Dabei sind die Zeitfenster für Kurzzeitfreigabe, Voralarm und Türalarm individuell einstellbar. Wird die Tür vor Ablauf der Freigabezeit geschlossen, erfolgt die automatische Wiederverriegelung bzw. Sicherung der Tür.

Kopplung mit Brandmeldeanlage oder Einbruchmeldeanlage
Zur Anbindung einer Brandmeldeanlage (BMA)/Einbruchmeldeanlage (EMA) stehen je nach Lösungsvariante ein oder mehrere Eingänge zu Verfügung.
Bei Auslösung der BMA wird die Fluchttürsicherung entriegelt und gleichzeitig ein Alarm ausgelöst.
Durch Rücksetzen der BMA wird der Alarm automatisch quittiert und die Tür wieder verriegelt.
Bei Scharfschaltung der EMA wird die Fluchttürsicherung verriegelt und alle örtlichen Freigabemöglichkeiten (z.B. über Schlüsselschalter o.ä.) deaktiviert. Die Funktion der Nottaste bleibt jedoch zu jeder Zeit aktiv.
Zudem besteht die Möglichkeit, den Systemzustand „Ver/Entriegelt“ der Fluchttürsicherung über einen Relaisausgang weiter zu melden.