FTS005 Fluchttürsicherung für Türen mit Schleusenfunktion - Sicherheitsschleuse - ASSA ABLOY Deutschland

FTS005 Fluchttürsicherung für Türen mit Schleusenfunktion - Sicherheitsschleuse

Funktion

Einbruchschutz und Panikfunktion
Das Motorschloss bietet Einbruchschutz sowie kontrollierten Zugang von außen. Dazu wird der Riegel und die Falle motorisch eingezogen bzw. freigegeben. In Fluchtrichtung kann die Tür über die Panikfunktion des Schlosses jederzeit begangen werden. Beim Schließen der Tür wird der Riegel automatisch wieder ausgeschlossen (Selbstverriegelung).

Berechtigte Begehung mit Schleusenfunktion
Zur Realisierung der Schleusenfunktion werden die Türen zusätzlich über elektrische Verriegelungselemente (Fluchttüröffner oder Flächenhaftmagnet) zugehalten. Im Grundzustand sind alle Türen geschlossen und verriegelt.
Die Entriegelung einer Tür erfolgt im Normalbetrieb über das Tabelau beim Pförtner bzw. bei Dienstantritt/Dienstschluss über die örtlichen Schlüsseltaster oder über den Zylinder-Kontakt des Schlosses. Die Tür kann nun begangen werden. Ist eine Tür entriegelt oder geöffnet, so werden die Entriegelungsmöglichkeiten der in Schleusenabhängigkeit stehenden Tür deaktiviert und über eine Anzeige signalisiert, dass die Tür gerade gesperrt ist (Anzeige rot). Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Schleusenfunktion zu Transport- oder Wartungszwecken über den örtlichen Schlüsselschalter des Steuerterminals oder das Tableau zu deaktivieren. Dazu muss der Taster für Dauerentriegelung 5 Sek. lang betätigt werden. Die Türen sind nun dauerhaft freigegeben und lassen sich unabhängig von den Schleusenbeziehungen öffnen und begehen.

Zentrale Freischaltung über Nottaste/Not-Auf-Kreis
Im Notfall können beide Türen über die Nottaste im Pförtnertableau freigeschalten und somit unabhängig von den Schleusenabhängigkeiten begangen werden. Gleichzeitig wird ein Alarm ausgelöst. Die Freischaltung über zentrale Nottaste erfolgt in Verbindung mit einem Not-Auf-Kreis und speziellen Sicherheitsrelaismodulen, welche für die sicherheitsrelevante Unterbrechung der Spannungsversorgung der Verriegelungselemente sorgen.
Bei Verzicht auf die Freischaltung über die örtliche Nottaste ist zu beachten, dass derartige Realisierungen immer der Genehmigung im Einzelfall durch die zu-ständige Bauaufsichtsbehörde bedürfen. In diesem Zusammenhang wird meist eine zentrale, ständig besetzte Stelle, welche die betreffenden Rettungswegtüren einsehen kann, zur Auflage gemacht.

Überwachung der Türoffenzeit
Während der Begehung erfolgt eine Überwachung der Türoffenzeit. Somit wird vermieden, dass die Schleusenabhängigkeit stehenden Türen unnötig lange gesperrt werden und somit der Betriebsablauf gestört wird. Nach Ablauf der max. Türoffenzeit ertönt ein Erinnerungssignal (sogenannter Voralarm). Wird dieses ignoriert kommt es zum Türalarm, welcher bis zur Alarmrücksetzung bestehen bleibt. Dabei sind die Zeitfenster für Kurzzeitfreigabe, Voralarm und Türalarm individuell einstellbar. Wird die Tür vor Ablauf der Freigabezeit geschlossen, erfolgt die automatische Wiederverriegelung bzw. Sicherung der Tür.

Vernetzung über Bussystem
Die Vernetzung der Komponenten sowie die Realisierung der Schleusenabhängigkeiten erfolgt über einen systemeigenen 2-Draht Bus. Der Buscontroller dient hierbei als zentrale Schnittstelle zu angrenzenden Gewerken sowie zur Anbindung der Konfigurationssoftware.

Zentrale Systemkonfiguration
Über die im Buscontroller integrierte web-basierende Konfigurationssoftware (FT Manager) lässt sich das gesamte System zentral und komfortabel am PC konfigurieren sowie Systemdaten sichern oder importieren.
So besteht z.B. die Möglichkeit, die Schleusenabhängigkeiten nachträglich zu verändern und s.g. Wartezeiten einzurichten.

Zentrale Ein – und Ausgänge
Zur Anbindung an angrenzende Gewerke stehen Eingänge wie z.B. Notentriegelung durch Brandmeldeanlage, Verriegelung durch Einbruchmeldeanlage sowie Entriegelung durch Zeitschaltuhr zu Verfügung. Diese wirken jeweils auf alle Türen, die am Bussystem angebunden sind. Zudem können die Türen im Untergruppen zusammengefasst und über je einen separaten Eingang gesteuert werden. Somit lassen sich die Türen verschiedenen Brandabschnitten (BMA) oder Überwachungsbereichen (EMA) zuordnen. Zusätzlich sind Relaisausgänge zur Weitermeldung von Systemzuständen wie z.B. Alarm und Störung vorhanden.