FTS004 Fluchttürsicherung für Türen mit Schleusenfunktion - Laborbereich

Funktion

Berechtigte Begehung mit Schleusenfunktion
Die Türen sind mit Panikbeschlägen und beidseitig Drückern ausgestattet. Zur Realisierung der Schleusenfunktion werden die Türen zusätzlich über elektrische Verriegelungselemente (Fluchttüröffner oder Flächenhaftmagnet) zugehalten. Im Grundzustand sind alle Türen geschlossen und verriegelt.
Zur Freigabe bzw. Begehung einer Tür wird der jeweilige Entriegelungstaster betätigt und die Tür entriegelt. Diese kann nun begangen werden. Ist die Tür entriegelt oder geöffnet, so werden die Entriegelungstaster der in Schleusenabhängigkeit stehenden Türen deaktiviert und über eine Anzeige signalisiert, dass die jeweilige Tür gerade gesperrt ist (Anzeige rot). Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Schleusenfunktion zu Transport – oder Wartungszwecken über den örtlichen Schlüsselschalter des Steuerterminals zu deaktivieren. Dazu muss der Schlüsselschalter für Dauerentriegelung 5 Sek. lang betätigt werden. Die Türen sind nun dauerhaft freigegeben und lassen sich unabhängig von den Schleusenbeziehungen öffnen und begehen.

Freischaltung über Nottaste
Im Notfall kann jede Tür über die örtliche Nottaste des Steuerterminals freigeschalten und somit unabhängig von den Schleusenabhängigkeiten begangen werden. Gleichzeitig wird ein Alarm ausgelöst.

Überwachung der Türoffenzeit
Während der Begehung erfolgt eine Überwachung der Türoffenzeit. Somit wird vermieden, dass die Schleusenabhängigkeit stehenden Türen unnötig lange gesperrt werden und somit der Betriebsablauf gestört wird. Nach Ablauf der max. Türoffenzeit ertönt ein Erinnerungssignal (s.g. Voralarm). Wird dieses ignoriert kommt es zum Türalarm, welcher bis zur Alarmrücksetzung bestehen bleibt. Dabei sind die Zeitfenster für Kurzzeitfreigabe, Voralarm und Türalarm individuell einstellbar. Wird die Tür vor Ablauf der Freigabezeit geschlossen, erfolgt die automatische Wiederverriegelung bzw. Sicherung der Tür.

Vernetzung über Bussystem
Die Vernetzung der Komponenten sowie die Realisierung der Schleusenabhängigkeiten erfolgt über einen systemeigenen 2-Draht Bus. Dieser kann als Stern, Strang – oder Baumstruktur ausgeführt werden. Die maximale Leitungslänge des Busses beträgt 1000m. Zur Überbrückung größere Strecken stehen Repeater zu Verfügung. Somit lässt sich das Bussystem um jeweils 1000m erweitern.
Der Buscontroller dient hierbei als zentrale Schnittstelle zu angrenzenden Gewerken sowie zur Anbindung der Konfigurationssoftware. Insgesamt können bis zu 110 Türen in 64 Schleusengruppen organisiert werden.

Zentrale Systemkonfiguration
Über die im Buscontroller integrierte web - basierende Konfigurationssoftware (FT Manager) lässt sich das gesamte System zentral und komfortabel am PC konfigurieren sowie Systemdaten sichern oder importieren. So besteht z.B. die Möglichkeit, die Schleusenabhängigkeiten nachträglich zu verändern und s.g. Spül- oder Wartezeiten einzurichten.

Zentrale Ein – und Ausgänge
Zur Anbindung an angrenzende Gewerke stehen Eingänge wie z.B. Notentriegelung durch Brandmeldeanlage, Verriegelung durch Einbruchmeldeanlage sowie Entriegelung durch Zeitschaltuhr zu Verfügung. Diese wirken jeweils auf alle Türen, die am Bussystem angebunden sind. Zudem können die Türen im Untergruppen zusammengefasst und über je einen separaten Eingang gesteuert werden. Somit lassen sich die Türen verschiedenen Brandabschnitten (BMA) oder Überwachungsbereichen (EMA) zuordnen. Zusätzlich sind Relaisausgänge zur Weitermeldung von Systemzuständen wie z.B. Alarm und Störung vorhanden.